Wie lange werden wir noch selber schreiben?

Wann werden wir nur noch gezielt die KI – wie z.B. in Gestalt des Google KI-Modus – losschicken? Darum geht es in diesem Beitrag.

1) https://internet-intelligentsia.de/2025/12/08/kurzueberblick-zu-googles-ki-modus/ ist ein möglicher Einstiegspunkt, auf den ich an dieser Stelle verweisen möchte. Seit dem Dezember 2025 hat sich mein Lebensalltag dramatisch verändert.

2) In den vergangenen Jahren und selbst Jahrzehnten war die Wikipedia (vor allem) in deutscher und englischer Sprache ein ständiger Anlaufpunkt für mich, auf dem ich unheimlich viel Zeit verbracht habe – der Zeitumfang dürfte geschätzt deutlich oberhalb von 500 Stunden pro Jahr liegen. Ich benutze natürlich Wikipedia immer noch – aber der für Wikipedia unerreichbare Überflieger ist Google Gemini – Google KI-Modus ist gewissermaßen eine Unterabteilung von Gemini – und der Abstand vergrößert sich (nach Bauchgefühl) täglich.

3) Gemini integriert (im Core) Text (inkl. Code), Bild, Audio und Video. Der Google KI-Modus läßt (im Moment/11.4.26) als Input Text und Voice-in zu. De facto versuche ich es fast immer (vielleicht in 90% der Fälle) mit der Spracheingabe zuerst. Manchmal hat man einen wunderbaren Lauf und die Antworten sind reihenweise zielführend. Man hat dann gleich einen fertigen Text, an dem man oft nur noch wenig endredigieren müßte.

4) Dies ist ein individueller Text, der vielleicht zum ersten Mal (in der Geschichte) genau in dieser Form generiert wurde. Das liegt völlig außerhalb der Reichweite von Wikipedia.

5) Die KI-Modus-Kontextfähigkeiten (I) liegen ebenfalls völlig außerhalb der Reichweite von Wikipedia: Die Ergebnistexte von Google sind von der Länge her in derselben Größenordnung wie meine gewöhnlichen WordPress-Blogbeiträge (diese Länge nenne ich schon seit längerem „Screenie“ oder „Screentschik“) (Bei Wikipedia ist alles möglich: Von „existiert nicht“ bis zu „ultralang“). Der Schlußsatz von Google endet (gewöhnlich) mit einem vorfabrizierten Anschluß-Themenvorschlag. In vielleicht 50% der Fälle überzeugt der mich sofort – und in diesem Falle schreibe ich „Ja“ in das nächste Promptfeld und bestätige sofort. In diesem Falle ist die Methode der Spracheingabe zeitlich überlegen, weil Google eine Zeitlang abwartet (5 Sekunden vielleicht), ob ich noch mehr sagen will.

6) Die KI-Modus-Kontextfähigkeiten (II) bestehen auch darin, dass alle bisherigen Eingaben vom selben Tag berücksichtigt werden und ebenfalls in viele Antworten (automatisch) eingearbeitet werden. Normalerweise mache ich diese Arbeiten am Desktop-PC. Wenn ich outdoor mit meinem Android-Smartphone weitermache, dann erfährt der Desktop-PC davon bislang nichts. Außerdem besagen meine praktischen Erfahrungen, dass dem Android-KI-Modus (outdoor) relativ schnell die Puste ausgeht – und er antwortet dann nicht mehr, was mir am Desktop-PC noch nie passiert ist.

7) In den anderen 50% enthält schon der ausgegebene Text Anregungen, die ich dem vorgeschlagenen Anschlußthema länger oder kürzer oder überhaupt vorziehe.

8) Promptologie: 1: Was sie zur Beantwortung in das Absendefeld eintippen, nennt man Prompt – die Wissenschaft von den Prompts Promptologie. In der Promptologie geht es um eine intelligente KI-Fragepolitik. 2: Promptspraxis: Geben Sie viele Prompts praktisch ein – in einer ersten Etappe schon mal 1000 – und verbessern Sie dabei ihre Promptkultur; das ist nicht schwierig, aber von größer Bedeutung. 3: Eine (immer noch) häufige Fehlerursache ist: Der KI-Modus versteht („akustisch“) das „keyword“ Deiner Frage falsch. Nicht selten reicht es, nur das keyword allein als neuen Prompttext einzugeben und er korrigiert sich sofort selber. Aber man muß viel praktische Erfahrung aufbauen, weil das Spektrum der Probleme breit sein kann. Manchmal scheint der sich auch in schwer nachvollziehbarem Schwachsinn verhakt zu haben. 3: Eine Variationsmöglichkeit ist natürlich, per Copy & Paste Text in das Promptfenster zu bringen.

9) Aktualität: 1: Es ist noch nicht lange her, da kannten ChatBots nur Daten bis zu einem Datum, z.B. bis 2021 und zu Vorgängen, die danach passiert waren, mußten sie passen. Diese Zeiten sind lange vorbei. 2: Am 7.4.26 habe ich dem KI-Modus gesagt, er soll mir das Neueste zum Thema Google und Health unterbreiten. Folgende Quelle vom selben Tag (und US-Zeit/ich bin in Bremen) war schon integriert: https://blog.google/innovation-and-ai/technology/health/mental-health-updates/.

10) Historische Einordnung: 1: Im letzten halben Jahrhundert hat die IT-Revolution die Weltbevölkerung quantitativ und qualitativ vom positiven Veränderungspotential her in einer Weise beeinflußt wie noch keine Revolution zuvor auch nur ansatzweise. 2: Google hat vor 25+ Jahren beginnend mit ihrer Suchmaschine dem eine neue besonders revolutionäre Komponente hinzugefügt. 3. Vor dem Hintergrund der heutigen ChatBots und speziell Google Gemini und darunter auch dem Google KI-Modus erscheint das heute wie bescheidener Schnee von gestern. 4: Ich freue mich schon darauf, wie die Welt nach der Google Input-Output-Konferenz (ab dem 19.5.26) aussehen wird. 5: Das sind Vorgänge, die sehr schnell und tiefgreifend den Lebensalltag von Milliarden Menschen auf unserem Planeten umgestalten.

(11.4.26) (12.4.26)


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