Hierzu trägt Shahram Izadi vor (1.33.00-1.44.28) ergänzt durch Nishtha (ab 1.39.19).
1) Android XR ist ein von Google entwickeltes Betriebssystem für Extended-Reality-Geräte. Es dient als offizielle Plattform für VR-Headsets (Virtual Reality), AR-Brillen (Augmented Reality) und smarte Datenbrillen. Die Software basiert auf dem klassischen Android, wurde jedoch speziell für räumliche Benutzeroberflächen („Spatial Computing„) angepasst. Sie ist direkt mit Googles KI-Modell Gemini verknüpft, das als zentraler Sprach- und Kontext-assistent dient. Google arbeitet dabei mit Samsung und Qualcomm (Snapdragon) zusammen. Nach Geburtswehen über Jahre scheinen mit Android XR stabilere Verhältnisse eingekehrt zu sein. Die Ankündigung von XR erfolgte in 12/24, auf der IO25 wurden Prototypen von KI-gestützten Smart Glasses vorgestellt. In 10/25 erfolgte der erste offizielle kommerzielle Start von XR, in 4/26 wurde das 1. umfassende Betriebssystem-Update ausgerollt, welches z.B. fundamentale Neuerungen wie die Auto-3D-Umwandlung für 2D-Apps brachte.
2) Intelligent eyewear: Audio Glasses:
1: Elementaria vorweg: Headsets waren bei Shahram auf der IO26 kein Thema. Bei der intelligent eyewear (oder Smart Glasses) unterscheidet man grundlegend zwischen Display und Audio Glasses. Audio Glasses haben kein Display. Zuerst werden bei Google die Audio Glasses herauskommen – sie wurden für den kommenden Herbst angekündigt; bei den Display-Geräten ist es nicht mal sicher, dass sie noch in diesem Jahr herauskommen – sie wurden auf der IO26 nur am Rande erwähnt.
2: Zur Brillen-Hardware: 1. Die Google-Brillen werden im Bereich 45-50 Gramm wiegen. 2. Ein Kunstgriff bei dem Ziel, ein minimales Gewicht zu erreichen, war die Symbiose mit dem zugeordneten Smartphone in der Hosentasche: Alles was nicht zwingend in der Brille bleiben muß, wird zum Smartphone transferiert. 3. Beim Speicher hat man bei 32 GB Halt gemacht. Ca. 10 GB verbraucht Android XR, ca. 20 GB stehen frei dem Nutzer zur Verfügung. Die Größe des RAM-Speichers ist noch unbekannt (die konkurrierende Brille von Meta, die schon auf dem Markt ist, hat 2 GB). 4. Die Audio-Glasses verfügen über 2 Kameras von unterschiedlichem Charakter: Die Hauptkamera ist für Bild- und Video-vorschau zuständig und wird per Touch- oder Sprach-befehl gestartet. Die 2. Kamera ist eine KI- und Tracking-Kamera, die per Sprachbefehl zu agieren anfängt, z.B.: „Gemini, was sehe ich hier?“ 5. Mikrofone und Lautsprecher sind bei Audio-Brillen natürlich von größter Bedeutung: Es gibt 5 Mikrofone in spezieller abgestimmter Anordnung. Externe störende Geräusche werden in starkem Maße weggefiltert, so dass die menschliche Stimme sehr klar wahrgenommen werden kann. In den beiden Brillenbügeln sitzen insgesamt 4 Lautsprecher (zwei pro Seite, jeweils einer vor und einer hinter dem Ohr). Der Klang ist zwar baubedingt nicht mit dicken Over-Ear-Kopfhörern zu vergleichen, aber trotzdem sehr gut und extrem präzise.
3: Google arbeitet bei diesem Projekt mit 2 Brillenprofifirmen, nämlich „Gentle Monster“ und „Warby Parker“ zusammen, die in diesem Video über ihre Projekte berichten konnten. Ihr Ziel ist es demnach, dass die intelligenten Brillen nicht klobig daherkommen, wie noch vor nicht allzulanger Zeit, sondern sogar besser aussehen werden (iconic designs) als das normale Brillensortiment.
4: Als Nishtha hinzugekommen war, war jede der 2 Brillen bei einer Person vertreten. Die Audio-Brillen-Kommunikation der beiden war sehr überzeugend. Eine Bild-Ausgabe auf dem Brillen-Display war – soweit ich es verstehe – nicht möglich, obwohl die Kameras dafür wohl vorhanden waren. Ein abschließendes Schmankerl war die folgende Aktion: Von dem Auditorium wird ein Live-Foto gemacht und per Sprachbefehle hinzugefügt, in das Foto noch eine Graphik mit Google-IO-26 hineinzukreieren und es auf einer Smartwatch (das dürfte die Pixel 4 gewesen sein) auszugeben. Das sah dann so aus:

(12.6.26)
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