Zum Tode von Laura Dahlmeier und zum Drohneneinsatz


Ein paar IT-Anregungen eines bergsteigerisch inkompetenten „Flachlandtirolers“


1) Es wäre sinnvoll gewesen, wenn sofort nach dem Absetzen des Notrufs von ihrer überlebenden Seilpartnerin am Montag, dem 28.7.25 Notfall-Drohnen
aufgestiegen wären, um in die unmittelbare Nähe von Laura Dahlmeier navigiert zu werden. Sie hätten aus wenigen Metern Entfernung sie auch ansprechen können, während mitgehört wird. Sie hätten sie hochauflösend aus verschiedenen Positionen filmen können – ob sie noch atmete, ließ sich vielleicht dann schon erkennen. Vielleicht war sie ja (zu dem Zeitpunkt) in einer Art Koma, aber sie lebte möglicherweise noch.- Es wäre sinnvoll, mehrere Drohnen im Einsatz zu haben – wenn eine selber durch Steinschlag dysfunktional wird, übernimmt die nächste.


2) Offenbar sind die Beteiligten momentan nicht im Besitz derartiger Drohnen. Ich habe selber auch einige Tage gebraucht, um auf die Ideen zu kommen, die ich hier unterbreite. Aber das Potential von Drohnen, um in solchen Gefahrensituationen Leben zu retten, ist eigentlich nicht schwer zu verstehen.


3) Für die Zukunft möchte ich vorschlagen, dass sowohl die beteiligten Bergsteiger als auch die Basisstationen mit entsprechend qualifizierten Drohnen ausgestattet werden. Solange man die Situation voll im Griff hat, kann man sie vielleicht im Gepäck lassen; wenn aber eine Gefahrensituation aufgezogen ist – und nur deshalb dürften sie umgekehrt sein, dann wäre es spätestens an der Zeit, Drohnen im Abstand mitfliegen zu lassen. Zum einen dürfte man mit den Drohnen einen besseren Überblick über die tatsächliche Lage bekommen können. Mit ihrer Hilfe dürfte es nicht zu schwierig sein, dass sie abstürzende Steine erkennen und (mithilfe von künstlicher Intelligenz) Anweisungen geben wie z.B. „Einem Stein einen Meter nach rechts ausweichen. Sie haben noch 2 Sekunden Zeit!“


4) In diesem Jahr ist es auch schon machbar – und die Modelle werden in atemberaubenden Tempo immer besser – eine smarte Brille aufzusetzen, die etwa das Bild der Drohne sehr dezent auf die Brille bringt, so dass man es ausreichend erkennen kann, ohne aber am notwendigen Sehen gehindert zu werden. Das hätte beim Bergsteigen zudem den kapitalen Vorteil, dass man beide Hände frei hat.


(1.8.25)


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert