1) Beim (WP-)Backup unterscheidet man grundsätzlich (auf der höchsten Ebene) 2 Teile: Die Sicherung selber und das Rückholen der Sicherung im Notfall. Die genutzte Software, also in diesem Falle das genutzte Plugin, sollte beide Wege nach Möglichkeit kostenlos ermöglichen (mitunter ist insbesondere der 2. Vorgang kostenpflichtig). UpdraftPlus tut das (in der Basis-Version). In diesem Beitrag steht zuerst die Sicherung im Fokus, danach die Restaurierung (restore).
2) Referenzquelle Nr. 1 für mich ist ein weiteres Mal Peter Müller´s „Einstieg“ (Anfang2025/S. 491-500 für Teil I + II, bis 497 für Teil I allein). Seit seiner Publizierung hat die KI allerdings die Situation wie noch nie aufgemischt. Z.B. habe ich die 3 kürzlichen Beiträge zum Einbau einer Such-Funktionalität komplett ohne Print geschrieben – mit dem Google KI-Modus hat das exzellent und in wenigen Sekunden geklappt. Print muss sich neu erfinden. E-Books mögen sich noch länger halten, z.B. weil sie Fotos bunt wiedergeben können, weil man Links dort einfach anklicken kann, weil man umfassender und schneller suchen kann… Vielleicht ist es auch eine gute Idee, die E-Book-Variante noch mit wesentlich mehr Inhalt als auf 540 Print-Seiten passt, auszustatten. Das inhaltliche Grundkonzept von Peter Müller, seine Strukturierungskultur ist natürlich bislang unerreicht.
3) Beim Backup kann man mindestens die folgenden 4 „Geschäftsmodelle“ unterscheiden:
1: UpdraftPlus: Das ist eine starke Kandidatur. Es ist auf mehr als 3 Millionen (!) WordPress-Sites installiert, wurde zuletzt vor einem Monat (heute ist der 12.7.26) upgedatet und ist getestet bis WP 7.01. Durchschnittlich wurde es mit 4,8 Sternen bewertet (8064 Personen haben 5 Sterne vergeben). Es ist zudem ein Migrations-Tool.
2: Der Webhoster erledigt den Backup für Sie, was Sie mit diesem detailliert und belastbar vorklären müßten. Aber selbst wenn sich das dort gut anhört, ist das Gefühl besser, wenn man über eigene Backups verfügt.
3: Sie wollen das selber manuell machen: Extremer Zeitfresser.
4: Kostenpflichtig an eine externe Partei auslagern. Aber wer will schon bezahlen (pro Monat, z.B. an Jetpack), wenn es auch gut kostenlos geht.
4) Die WP-Site besteht aus 2 Hauptkomponenten: Einer Datenbank und den Ordnern und Dateien auf Ihrem Webspace. Beide Strukturen müssen unbedingt gesichert werden.
5) Man muß sich noch mit der Frage beschäftigen, wohin der Backup gespeichert werden soll – es gibt hier reichlich Möglichkeiten – kostenlose wie auch kostenpflichtige.
6) Die Sicherungsschritte sind einfach gehalten: I) Das Plugin installieren und aktivieren. II) Die Schaltfläche „jetzt sichern“ anklicken. Nach Abschluß dieser Prozedur liegen die Backup-Daten auf dem eigenen Webspace. III) Das Backup herunterladen, z.B. vom Server auf den eigenen PC (hier gibt es auch noch den Button „Wiederherstellen“, zu dem Sie im Notfall hin-navigieren müssten.) Die Schrittfolge sieht so aus: -> Öffnen Sie in UpdraftPlus die Einstellungen -> UpdraftPlus Sicherungen -> Scrollen Sie im Register Backup/Restore zum Abschnitt Bestehende Sicherungen -> Klicken Sie auf die Schaltfläche Datenbank (DB), wenn UpdraftPlus Bereitschaft signalisiert hat, klicken Sie auf meinen PC herunterladen. Danach liegt die DB dort, wo Sie sie hinkopiert haben.
7) Bei dem zuvorigen Schritt III) wurden die möglichen Download-Pakete auf 5 aufgespreizt, nämlich Datenbank (1), Plugins, Theme, Uploads und Andere (5). Die Sicherung von (1) wurde schon besprochen, die weiteren Sicherungen (bis 5) sollten in derselben Weise hinterhergezogen werden.
8) Im Ergebnis liegen 5 komprimierte Backup-Dateien vor (Abb. 19.5/S. 496), davon 4 im Zip-, eine im db-gz-Format. Alles klar? Mir nicht. (Dieses Thema scheint auch im ganzen Buch nicht thematisiert zu werden.)
9) Überblick: Was UpdraftPlus alles sichert (und was nicht): 1: Was sichert UpdraftPlus: 1. Die DB. 2. Die Plugins. 3. Die Designs. 4. Die Uploads. 5. Andere: Alle anderen Ordner, z.B. die Sprachdateien (497). 2: Was nicht gesichert wird: Der Kernel von WP. Vielleicht seltsam aber wohl sinnvoll (497).
10) Vollautomatisch: Zeitlich geplante Backups in der Cloud speichern: Nur: Einige Clouds sind kostenlos, andere kostenpflichtig!
11) Notfall: Backup wiederherstellen mit „UpdraftPlus“: 1: Im Notfall: Kühlen Kopf bewahren und Peter Müller lesen (497-500). 2: 2 Szenarien: Das Backend funktioniert noch vs. funktioniert nicht (nicht zugänglich). 3: „Wiederherstellen“ ist bei UpdraftPlus immer mit derselben Domain verknüpft (darüberhinausgehend s. 498). 4: Fall I: Das Backend funktioniert noch: 1. Vor-Infos im FAQ von updraftplus.com einholen. 2. Klickstrecke: -> Einstellungen -> Updraft Sicherungen -> Vorhandene Sicherungen (scrollen). 3. Wo liegt der Backup? Im Webspace? Auf der HD? Von wo auch immer: Er muß auf den Webspace gebracht werden. 4. Auf die Schaltfläche „Wiederherstellen“ klicken. 5. Auf das darauffolgende Dialogfeld können Sie auf 2 Weisen reagieren: Alle angezeigten Entitäten auf einmal wiederherstellen (1) oder jeweils nur die ausgewählte (2). Fangen Sie mit (1) an. Entweder es klappt – dann sind die fertig – oder Sie laufen in einen Time-Out hinein; im letzteren Fall sollten Sie zur Einzelfallbearbeitung der Entitäten übergehen. Fall II: Das Backend funktioniert nicht mehr: 1. Lösung: Installieren Sie ein frisches WP auf Ihrem Webspace und installieren und aktivieren Sie UpdraftPlus. Der Rest funktioniert wie bei Fall I. 2. Wenn auch das nicht klappt (was hoffentlich ein seltenerer Fall sein sollte), lesen Sie S. 500.
12) Hier nehme ich die Gelegenheit wahr, zur Ergänzung zum „Einstieg“ auf das „Umfassende Handbuch“ zu verweisen. Der Backupteil (461-471) ist ganz anders strukturiert als der von Müller. Das fängt schon damit an, dass dort das Plugin „BackWPup“ ausgewählt wurde. Die vergleichende Perspektive ist fast immer lehrreich.
13) PS: Der Backup hat heute (16.7.26) geklappt: Mit dem zuvorigen Durcharbeiten der Kap. 19.1 und 19.2 von Peter Müller (PM) war ich gut aufgestellt. Mein gestriger Versuch des Komprimierens dieses Inhalts auf seine inhaltliche Kernsequenz (s.o.) war auch für mich und meine Birds-View-Überblicks-Kapazitäten sehr hilfreich. So konnte ich den Backup heute hinkriegen, obwohl es auch Punkte gibt wie z.B. die eigene Online-Cloud-Politik, die ich erst mal übersprungen habe, wo es eine zweistellige Zahl von Angeboten gibt, deren Begutachtung bei einer Vertiefung längerfristig anstehen würde – schließlich hat das den Vorteil, dass man von überall auf der Welt per Internetanschluss darauf dann zugreifen könnte.
(14.7.26) (16.7.26)
Schreibe einen Kommentar