47) Die Zukunft im Zeichen von 5G:


352-357: 1. Telefonverbindungen wurden zuerst per Hand vermittelt („Telefonfräuleins“), ab den 80er-Jahren dann durch elektronische Schalter. Alles lief über ein Festnetz. 2. Beim Mobilfunk unterscheidet man (vor allem) die Generationen 2G bis 5G, G steht für Generation (6G ist in der Entwicklung – nicht nur in China). Mit 2G konnte man SMS und MMS versenden, mit 3G Websites öffnen, 4G ermöglichte das Streamen von Videos, 5G ermöglicht fast alles, was wir mit dem PC machen können – und mehr. Die Datenübertragungsrate lag bei 2G unter 300 kbit/s, bei 5G sind bis zu 20 gbit/s möglich. 5G wird seit 2019 praktisch eingeführt. 3. Hohe Übertragungsraten auf dem nur sehr begrenzt zur Verfügung stehenden Teil des Funkwellenspektrums unterzubringen, ist eine große Kunst. An allen Ecken und Enden kommen spezialisierte Halbleiter-Chips zum Einsatz, so auch hier (die Firmen Analog Devices und Qualcomm sind z.B. in diesem Sektor unterwegs). 4. Das Anwendungsspektrum von 5G ist unüberschaubar: Es unterteilt sich in folgende übergeordnete Felder: Erweitertes mobiles Breitband für mobile Geräte (eMBB), Interaktion zwischen Maschinen (Internet der Dinge/IoT für Internet of Things) (mMTC) sowie Verbindungen mit geringer Latenz, wie sie für autonomes Fahren oder die Industrie-Automation (uRLLC) benötigt werden. 5. Huawei ist der Platzhirsch Nr. 1 in diesem Bereich. Vor allen Dingen geht in China die Entwicklung auf breiter Front und ungehemmt voran. Huawei hat zwar in der Firma noch keine technologische Autarkie in seinem Portfolio erreicht, zu erheblichen Teilen sind sie aber auch noch auf US-Chips angewiesen. 6. Breiter gefaßt: Wenn sich die Trends der späten 2010er-Jahre fortsetzen, könnte Chinas Chipindustrie 2030 ähnlich einflußreich sein wie die des Silicon Valley, was die Kräfteverhältnisse, auch die militärischen, ganz neu verorten würde.


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