40) „Es gibt keinen Plan B“:


296- 300: Mit der Überschrift ist gemeint, es gibt (zumindestens für TSMC, Samsung und Intel) keinen Plan der Umgehung von EUVL – koste es was es wolle… (Selbst 2015 hatte sich die Risikolage noch keinswegs entschärft!) Ein anderer Überschriftsvorschlag könnte lauten: „EUV: Aufsteiger und Aussteiger“: Die Aufsteiger wurden schon genannt, aber wer hat sich als zu den Aussteigern zugehörig herausgestellt? AMD hatte einen fabriklosen Pfad eingeschlagen, aber immerhin die Produktionsstätten an GlobalFoundries (GF) vererbt. Sie waren in vielem die globale Nr. 4. Nach einigen Aufkäufen avancierten sie in den USA zum bei weitem größten Produzenten. Darunter waren solche Namen wie IBM, die sich damit gegen die Herstellung eigener Chips entschieden – und für Software-Investitionen. Im Vergleich zu TSMC war GF zwar ein kleiner Fisch, sie stritten sich mit jeweils ca. 10 % von TSCM mit UMC (Taiwan) um den Titel des zweitgrößten Auftragsfertigers der Welt. Noch 2018 kaufte GF mehrere EUV-Lithografie-Anlagen, aber die Unternehmensleitung zog die Reißleine: Das EUVL-Programm wurde eingestampft. Auch die tiefen Taschen der Königshäuser am Persischen Golf, denen GF inzwischen gehörte, wollten oder konnten nicht aushelfen. Global nur noch 3 Firmen – wie ist das zu bewerten: Gibt es hier einen westlichen Investitions-Extremismus, der alles unterhalb der „Big Three“ plattmacht?


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