270-275: 1. Seit den späten 1980ern vollzog sich ein explosives Wachstum von fabriklosen Chipfirmen, die intern designen, die Fertigung aber auslagern – größter Partner der Wahl ist TSMC. Um ein solches Start-up zu begründen, sind oft nur wenige Millionen Startkapital ausreichend und nicht viele Milliarden notwendig wie bei einer kompletten Chipfabrik. 2. Ein Beispiel für eine solche Firma ist Nvidia, erst mal ein Designer von Grafikprozessoren, 1993 in San José (Silicon Valley) gegründet. Im Zeitalter von Giga- und Tera-bytes kommen sie ziemlich groß raus. Die Grafikprozessoren von Nvidia können (Pixel-basiert) Bilder sehr schnell wiedergeben, weil sie im Gegensatz etwa zu Intel-Mikroprozessoren so strukturiert sind, dass sie viele Berechnungen gleichzeitig durchführen können. 2007 brachte Nvidia CUDA heraus, eine Software, mit der GPUs (Graphic Processor Units) in einer Standardprogrammiersprache programmiert werden können – ohne jeglichen Bezug zur Grafik. Heute hat sich diese Software als „Teufelszeug“ für die künstliche Intelligenz erwiesen. Sie wird kostenlos zur Verfügung gestellt, funktioniert aber nur mit Nvidia-Chips. 3. Ein weiteres Beispiel ist das 1985 gegründete Unternehmen Qualcomm (für Quality Communications), das u.a. ein Vorreiter bei der Mobilfunkübertragung wurde: Es zeigte, dass entgegen der favorisierten Meinung, viele Telefongespräche auf eine Frequenz zu legen, es vorteilhafter und realisierbar war, (ständige) Frequenzwechsel vorzunehmen, die durch entsprechende Algorithmen wieder sinnvoll zusammengefügt werden würden.
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