35) „Richtige Männer haben Fabriken“:


265-269: Das ist ein Spruch, den der AMD-CEO Jerry Sanders (1969-2002, geb. 1936, 2002 ging er in den Ruhestand) für sich übernommen hatte. Er richtete sich (mit Macho-Aroma) gegen die immer stärker werdende Tendenz, Chipdesign und Chipproduktion zu trennen und damit die Kategorie der Fabriklosen aufzuwerten.- Im Hauptteil dieses Kapitels geht es (nach Miller) um 3 Chip-Arten, nämlich um I) Speicher-, II) Logik- und III) analoge Chips. Zu I) Sie teilen sich in DRAM– (Kurzzeitspeicher) und NAND-Speicher (Langzeitspeicher). In beiden Fällen gibt es (aus US-Sicht) einen unaufhaltsamen Drang zum Offshoring via SO-Asien. In Sachen DRAMs sind nur noch 3 große Firmen übrig geblieben: Micron (mit global verteilten Produktionsstätten), Samsung (die hauptsächlich in Südkorea und China produzieren lassen) und SK Hynix (Südkorea). Bei NAND-Speicher ist Samsung der Platzhirsch (35 %), es gibt diesmal noch mehr weitere Produzenten (Hynix, Kioxia, Micron, Western Digital), die nicht unbedingt einem einzigen Geo-Produktionsschema folgen. Zu II) Die USA sind bei I) schon seit längerem schwach aufgestellt, bei II) ebenfalls (mit Ausnahme von Intel), aber noch nicht so lange. Große Anbieter wie Motorola oder National Semiconductor gingen in Konkurs, andere verlagerten nach SO-Asien. Zu III) Hier geht es etwa um Sensoren, die optische/akustische Signale in digitale umwandeln, um Hochfrequenzchips (Mobilfunknetze) oder um Stromverbrauch-Chips. Hier hat sich ein ganz anderes Geo-Profil aufgebaut (.us, .eu, .jp eher stark, .tw, .sk eher schwach).

(9.7.25)


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