177-182: Der Aufstieg wird hier exemplarisch am Beispiel von Samsung dargestellt. Als US-Feind wird hier Japan vorausgesetzt. Lee Byung-chull (1910-1987), der Gründer von Samsung, begann seine Unternehmenslaufbahn im Jahre 1938, als das besetzte Korea Teil des japanischen Kaiserreichs war, indem er getrockneten Fisch und Gemüse von Korea nach Nordchina verschiffte, um Japans Kriegsmaschinerie zu versorgen. 1945 schwenkte er um. Während des Koreakriegs (1950-1953) ging er nach Japan. 1960 wurde er als reichster Mann Südkoreas gesehen. Genau wie in Japan sollten Südkoreas Technologieunternehmen nicht aus Garagen hervorgehen, sondern aus riesigen Unternehmens-Konglomeraten mit Zugang zu günstigen Bankkrediten und staatlicher Förderung. Der Weg zur Halbleiter-Supermacht war in der langen Anfangsperiode sehr schwierig und begann im engeren Sinne erst 1983, als Lee die Entscheidung fällte, dass Samsung Halbleiter herstellen wird. Er wurde explizit vom Silicon Valley unterstützt. Es gab kaum Bedenken, DRAM-Spitzentechnologie an Südkorea weiterzugeben. Die Kosten und Löhne waren in Südkorea wesentlich niedriger als in Japan. Die Preise für DRAM-Chips konnten so noch weiter gedrückt werden, Japan wurde unter Druck gesetzt und die US-Firmen konnten sich auf höherwertigere Produkte wie Mikroprozessoren u.a. konzentrieren.
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