13) Die Intel-Revolutionäre:

102-109: Noyce und Moore sollten im Jahre 1968, als dritte Station nach Shockley und Fairchild Semiconductor, Intel (kurz für Integrated Electronics) gründen, eine Firma, die bis heute besteht. Ihr erstes Produkt auf dem Markt waren 1970 DRAM-chips (Dynamic Random Access Memory). Das ist einer der beiden Haupttypen von Speicherchips – und zwar der für temporäre (flüchtige) Speicherung von Daten. 1971 brachten sie den sog. Chip 4004 heraus, den sie als den ersten Mikroprozessor der Welt vermarkteten, als einen programmierbaren Mikrocomputer auf einem Chip. Den besten Birds-view mit Bezug auf die IT-Revolution hatte damals vermutlich der Caltech-Professor Carver Mead (1934+), der den Begriff „Mooresches Gesetz“ schuf. Er schrieb 1972: „In den letzten 200 Jahren haben wir unsere Produktionsleistung und Fortbewegungsmöglichkeiten um den Faktor 100 verbessert. Aber in den letzten 20 Jahren hat sich die Geschwindigkeit, mit der wir Informationen verarbeiten und abrufen, um das Millionen- bis Zehnmillionenfache erhöht.“ 1968 war ein sehr revolutionäres Jahr, wenn man etwa an Beijing, Berkeley oder Berlin oder an die Tet-Offensive in Vietnam denkt. Moore erklärte aber 1973: „Wir sind die wahren Revolutionäre in der Welt von heute, nicht die Typen mit den langen Haaren und Bärten, die vor ein paar Jahren den Unterricht lahmgelegt haben.“


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